Bäckerinnung Karlsruhe

Chronik

12. April 1904

Bei der letzten a. o. Generalversammlung der Bäckergenossenschaft, die gleichzeitig Gründungsversammlung der Freien Bäckerinnung Karlsruhe war, teilte Obermeister Wilhelm Wilser zur Eröffnung mit, dass die Stadt die Innungsgründung genehmigt hatte.

09. November 1905

Im ersten Jahr des Bestehens kam aus der Mitte der Innung der Wunsch zur Gründung eines Gesangvereines. Die Gründung des Gesangverein "Fidelitas" der Bäckerinnung Karlsruhe wurde bei der Innungsversammlung am 09. November 1905 vollzogen. Als erster Vorstand wurde Wilhelm Kipphan gewählt.

1907

fand erstmals ein Verbandstag in Karlsruhe unter Landesinnung- und Obermeister Wilhelm Wilser statt.

07. Oktober 1908

Bei der Nachbarinnung Durlach wurde der Gesangverein "Sängerkranz" Durlach ins Leben gerufen, mit dem Vorstand Johann Wied.

1912

Um in Zukunft konkurrenfähig zu bleiben, beschlossen Mitglieder der Innung eine Einkaufsgenossenschaft zu gründen und kamen am 15. Mai 1912 im "Palmengarten" zusammen. 20 der anwesenden Mitglieder sind vom Vortrag über den gemeinsamen Wareneinkauf beeidruckt. Diese 20 Mitglieder kamen am 30. Mai 1912 wieder zusammen und gründeten den "Bäckereinkauf". Der Eintrag im Genossenschaftsregister der Stadt Karlsruhe, am 02. Juni 1912 vollzogen, lautet:

"Einkaufsgenossenschaft der freiem Bäckerinnung Karlsruhe eGmbH"

1916

Bäckermeister und Stadtrat Theodor Gartner übernahm das Amt des verstorbenen Obermeisters Wilhelm Wilser.

23. Januar 1921

Die Gründung des Bäcker-Fachverein 1921 e.V. geht auf die Initiative von Obermeister Theodor Gartner zurück, noch bervor er sein Amt zur Verfügung stellte. Die neue Organisation hat sich den beruflichen Meinungsaustausch und die Vertiefung der fachlichen Kenntnisse zum Ziel gesetzt.

Obermeister Gartner stellte sein Amt zur Verfügung und Bäckermeister Wilhelm Kipphan trat die Nachfolge an.

1923

Die Einkaufsgenossenschaft erwarb das Anwesen Sofienstr. 93.

1927

Die Innung erwarb das Haus Stephanienstr. 64. Im Februar 1928 konnte der Innungsvorstand erstmals in den neuen Räumen tagen.

1933

Obermeister Wilhelm Kipphan starb im Februar 1933. Sein bisheriger Stellvertreter Gustaf Dennig übernahm die einstweilige Innungsleitung. Zwei Jahre zuvor wurde Gustav Dennig zum Verbandsdirektor der gewerblichen Genossenschaft in Baden Gewählt.

Nachfolger im Amt des Obermeisters wurde im März 1933 Albert Neef.

1934

Bäckermeister Josef Beyerle wurde zum Nachfolger von Albert Neef als Obermeister bestimmt und bereits im Spätjahr 1934 durch den bisherigen Obermeister der Innung Karlsruhe-Land, Max Griesinger, Eggenstein abgelöst.

Gleichzeitig wurde die Innung Ettlingen, Karlsruhe-Land und die Innung Durlach der Karlsruher Innung angeschlossen.

1940

Obermeister Griesinger verstarb und Bäckermeister August Rieger wurde zum Obermeister ernannt.

1943

wird die Genossenschaft umbenannt in "Bäckereinkauf Karlsruhe eGmbH".

1944

Das Innungshaus in dem die Vereinigte Innungskrankenkasse untergebracht war wurde total zerstört.

Juli 1945

Bäckermeister Franz Schäfer übernahm das Amt des Obermeisters.

1947

Bäckermeister Emil Leppert wurde Obermeister und der Neuaufbau der Organisationen vollzog sich mühevoll.

1950

Obermeister und Stadtrat Emil Leppert starb und Bäckermeister Gustav Dennig trat due Nachfolge an.

1953

Die Bäckereinkaufsgenossenschaft erwarb das Anwesen Stephanienstr. 42 und das angrenzende Ruinengrundstück Nr. 44. Zuvor war der Plan, gemeinsam mit der Bäckerinnung das zerstörte Innungsanwesen Nr. 64 durch Zukauf des Nachbargrundstücks aufzubauen, an der Stadtplanung gescheitert.

1955

Alle Bäckerorganisationen, Innung, Genossenschaft und Innungskrankenkasse waren nun im gleichen Anwesen vereint, nachdem die Innung ihr Grundstück Stephanienstr. 64 verkaufte und den Erlös im neuen Bäckerhaus investiert hat.

1959

gab es den ersten Kontakt mit den Bäckern aus der Karlsruher Partnerstadt Nancy.

1960

Bäckermeister Karl Wolf, vielfacher deutscher Meister im Hammerwerfen und Rasenkraftsport, Mannschaftsführer und Olympiateilnehmer 1952 in Helsinki, wurde zum Obermeister gewählt.

1962

Obermeister Karl Wolf verfolgte den Gedanken einer eigenen Bäckerbuchstelle, den er mit 7 weiteren Kollegen verwirklichte.

1963

Der Bäckereinkauf eGmbH erwarb das heutige Grundstück.

1965

Umzug in das neue Bäckerhaus in Durlach.

1975

Bei der Jahreshauptversammlung wurde Helmut Schroth zum Nachfolger des verstorbenen Karl Wolf gewählt.

Karl Wolf hat in der Ära von Oberbürgermeister Günter Klotz das Stadtgeschehen mitgeprägt. Nach ihm wurde der Karl-Wolf-Weg und der Karl-Wolf-Saal in der Europahalle benannt.

1981

erfolgte die Verschmelzung der Hefebezugsgenossenschaft e.G. Karlsruhe mit der BÄKO Mittelbaden.

1982

Weitsichtig plante Obermeister Helmut Schroth den Kauf der gemieteten Büroräume im Verwaltungsgebäude OG.

23. Mai 1984

wählte die Versammlung Bäckermeister Reinhard Winkler zum Obermeister und ernannte Helmut Schroth zum Ehrenobermeister.

1985

Der Eintrag über den Kauf der Büroräume im Grundbuch erfolgte.

Mitte der 80er Jahre knüpfte Obermeister und Stadtrat Reinhard Winkler wieder Kontakte mit den Berufskollegen in Nancy.

22. Mai 1996

Nach 12 Jahren Amtszeit stellte Obermeister Reinhard Winkler sein Amt zur Verfügung. Daraufhin wird Bäckermeister Karl-Heinz Jooß zum Obermeister gewählt.

Reinhard Winkler, Stadtrat und Präsident des Badischen-Bäcker-Sängerbundes wurde zum Ehrenobermeister ernannt. Er wurde von der Presse als "Wanderprediger in Sachen Brot" bezeichnet, da er in seiner Amtszeit 100 Vorträge über "Gesunde Ernährung mit Brot" gehalten hat.

23. April 2003

Die Mitgliederversammlung der Innung Ettlingen und Karlsruhe beschließen im "Hoepfner Burghof" die Fusion der Innungen Karlsruhe und Ettlingen, rückwirkend zum 01. Januar 2003.

08. Mai 2012

Bezirksobermeister Heinz Reuss legt sein Amt nieder und wird zum Ehrenobermeister ernannt.

28. Mai 2014

Jörg Glutsch wird als Nachfolger von Heinz Reuss zum Bezirksobermeister gewählt.